
Quelle: http://www.focus.de/panorama/boulevard/nach-brust-op-sexy-cora-ist-tot_aid_592209.html
Realitysternchen Cora stirbt mit 23 Jahren nach einer Brust-OP! Wie weit muss Schönheitswahn gehen? Oder war es schon Größenwahn?
Hier ein Bericht über die Risiken von Schönheits-OPs:
(Quelle: http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/haut/krankheiten/tid-20310/aesthetische-medizin-riskanter-schoenheitswahn_aid_568065.html)
Ästhetische Medizin: Riskanter Schönheitswahn
Freitag, 14.01.2011, 11:23 · von FOCUS-Online-Autorin Petra Apfel
AP/P. Kramer Meg Ryans Gesicht – ohne sonst übliche Spuren der Zeit
2009 sind in Deutschland mit medizinischer Hilfe 50 Prozent mehr Falten verschwunden als 2008.
Doch viele, die sich für die Schönheit unters Messer legen, ignorieren Risiken.
In den letzten Jahren ist ein ehemaliges Tabuthema gesellschaftsfähig geworden. Es heißt: „etwas machen lassen“. Es geht dabei um Hollywoodstars und TV-Sternchen, zunehmend aber auch um eigene Begehrlichkeiten. Dieselben Frauen, die vor zehn Jahren noch sagten, dass sie niemals an sich herumschnippeln lassen würden, sehen heute einen kleinen Schnitt am Lid, eine Spritze in die Nasolabialfalte oder einen Laserstrahl auf Pigmentflecke als vertretbare Kosmetik. Allerdings: In diesen Gesprächen spielt das Thema Behandlungsrisiken kaum eine Rolle. Denn wer sich für die die Schönheit unters Messer legt, der will den Eingriff nicht als „echte“ Operation sehen und über Gefahren lieber gar nicht nachdenken.Dabei sind gerade die beliebtesten Eingriffe – Brustvergrößerung und Fettabsaugen – die riskantesten. So steht die Brust-OP in einer Statistik der American Society of Plastic Surgeons über Fehlbehandlungsklagen mit 36 Prozent an erster Stelle.
Hohe Ansprüche ans eigene Äußere
Doch weil in Zeitschriften nur noch glatthäutige 50-Jährige lächeln, wächst das Interesse der nicht mehr ganz knitterfreien Altersgenossen an Botox, Faltenfillern und fleckentfernendem Laser. „Die Zahl der Patienten für plastisch-ästhetische Eingriffe hat in den letzten Jahren stark zugenommen“, sagt Peter Vogt, Präsident der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC). Für das Jahr 2009 kursiert die unbestätigte Zahl von 750 000 Eingriffen in Deutschland. Daran trage das durch die Medien transportierte Schönheitsideal einen großen Anteil. „Die Ansprüche an das eigene äußere Erscheinungsbild sind heute in allen Altersgruppen sehr hoch geworden“, sagt der Experte.
Faltenfreie Promis wecken Begehrlichkeiten
Und wenn sich Durchschnittsfrauen in TV-Shows mithilfe der Schönheitsmedizin vom hässlichen Entlein in einen Schwan verwandeln, oder wenn die Kamera Prominente zu Facelift und Fettabsaugen begleitet, legen sich danach etliche Zuschauer bereitwillig unters Messer. Eine US-Studie hat 2009 den Effekt solcher Veränderungsshows im Fernsehen getestet. Die Soziologin Julie Albright kam zu dem Ergebnis, dass ihre gut 600 Probandinnen mit dem eigenen Körper immer unzufriedener wurden. Die Studentinnen spielten mit dem Gedanken an plastische Chirurgie, obwohl sie das vor der Sendung nie getan hatten.
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Und hier ein weiterer Bericht:
(Quelle: http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/antiaging/medizin/schoenheitsoperationen/millimeterarbeit_aid_13493.html)
Millimeterarbeit: Operation Schönheit
Donnerstag, 09.09.2010, 14:58 · von FOCUS-Online-Autorin Monika Preuk
Colourbox Die Akzeptanz gegenüber Schönheitschirurgie ist gestiegen
Perfektes Aussehen gilt als Erfolgsfaktor für Liebe und Karriere. Die Bereitschaft, der Schönheit nachzuhelfen, ist auch in Deutschland gestiegen. Doch verdrängen viele die Risiken.
Schönheitsoperationen haben in Deutschland Hochkonjunktur:
146 000 Eingriffeverzeichnete die Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland (GÄCD). Das bedeutet eine Zunahme von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in dem es knapp 100 000 Eingriffe waren. Dabei sind die kostengünstigen Eingriffe die beliebtesten: Frauen ließen sich beispielsweise 130 000 Mal Botox injizieren, Männer sich 43 000 Mal mit Laser die Falten glätten oder unschöne Verhornungen im Gesicht entfernen.Die Philosophie, die hinter diesem Trend steckt:
Der gute, erfolgreiche Mensch ist schön, der Versager hässlich – so, wie es die Medien suggerieren. Tatsache ist, dass schöne Menschen
Vorteilehaben. Studien beweisen, dass sie schneller einen Job finden und eher als sympathisch und erfolgreich eingestuft werden als ihre von Natur aus weniger begünstigten Zeitgenossen. Kein Wunder, dass viele der Natur nachhelfen wollen.
Risiko Fließbandschnippelei nach Büroschluss
Diese „Alles ist möglich“, das Fernsehsendungen vorgaukelten, vermittle ein schiefes Bild des ganzen Themas, kritisiert Peter Caspari. Seit 15 Jahren behandelt der Münchner Chirurg Frauen und Männern, „die ein störendes Element haben, ein Stigma, das sie unzufrieden macht oder für das sie sich sogar schämen“.
Das ist alles andere als Fließbandschnippelei, die man schnell mal nach Büroschluss erledigen lässt. „Die individuelle Beratung, intensive Betreuung vor und nach dem Eingriff – auch wenn es sich ‚nur’ um Botox-Spritzen handelt – sind für qualitativ hochwertige Arbeit und entsprechenden Erfolg wichtig“, erklärt der Experte. Viel psychologisches Gespür gehöre dazu, um gemeinsam mit dem Patienten zu erarbeiten, was, wie und warum etwas geändert werden sollte.
In einem vernünftigen Rahmen müsse die Behandlung auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtet sein, sagt Peter Caspari. Und dabei gibt es für ihn Grenzen: „Vor allem junge Mädchen wollen oft eine Brustvergrößerung. Ich persönlich lehne das vor dem 22., 23. Lebensjahr meist ab.“ Vorher seien die Veränderungen im Körper oft noch nicht abgeschlossen. Anders sei das mit einer Ohrenkorrektur. Abstehende Ohren könne man bereits mit sechs Jahren korrigieren.